Das Mobile Hospital
Das Mobile Hospital ist TARGETs erstes Großprojekt.
Es ist der Dank an das Volk der Afar, weil es als Erstes die
Weibliche Genitalverstümmelung zur Sünde erklärt
und dies im Stammesgesetz verankert hat.
Ein Mobiles Hospital für die Menschen in der Wüste.
Dorthin, wo es keinen Arzt gibt. Wo es heiß ist - bis
über 50 Grad. Wo Luxus bedeutet, satt zu werden.
Mobiles Hospital deshalb, weil die meisten Afar keinen festen
Wohnsitz haben. Die 1,6 Millionen Afar sind überwiegend
Nomaden; man muss ihnen nachfahren. Ihr Land ist groß:
800 Kilometer von Nord nach Süd, deshalb ist eine fest
gebaute Station weniger hilfreich als eine fahrende.
Unsere Einsatzfahrzeuge:
Der Unimog, eine Spende von DaimlerChrysler, ein Toyota-Geländewagen
und Zelte stellen die Basis dar.
Das Einsatzgebiet:
Die Danakil-Wüste im Afarland, Ost-Äthiopien.
Das Team:
Eine deutsche Ärztin, eine äthiopische Krankenschwester,
eine Dolmetscherin. Sie müssen oft unter schwierigsten
Bedingungen mit einfachen Möglichkeiten helfen. Da sind
Erfahrung und Improvisation zusammen mit Zähigkeit und
einem großen, humorvollen Herz die wichtigste Ausrüstung.
Die Aufgabe:
Hilfe leisten für die betroffenen Mädchen und Frauen.
Aufklärung zu betreiben über die schädlichen
Folgen der Verstümmelung. Es wird jeder nach den gegebenen
Möglichkeiten behandelt - Kinder, Frauen, Männer.
Gesundheitsvorsorge, Lehre von Hygiene, selbst der Umgang
mit Seife muss gezeigt werden.
Zusätzlicher Schutz bedrohter Mädchen als Folge der Kairo-Konferenz:
Die Afar stellen Genitalverstümmelung unter harte Strafe
Die Afar haben dem auf der Gelehrten-Konferenz zu Kairo im November 2006 gefassten Beschluss gegen Genitalverstümmelung im Juli 2007 beispielhafte stammesrechtliche Konsequenzen folgen lassen.
Stephanie Mittmann (41 †), unsere ehemalige Ärztin:
"Es ist extrem anstrengend, hier zu arbeiten.
Dennoch habe ich hier bei den Afar meine Erfüllung
als Ärztin gefunden. Ich arbeite völlig selbstständig,
werde mit allen Krankheitsfällen konfrontiert und
lebe mit diesen liebenswerten Menschen. Die Afar sind
ein großartiges Volk und meine Zeit hier ist die
schönste meines bisherigen Lebens."
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